Schrittweise Öffnung kleiner Betriebe notwendig!

Eine „schrittweise Öffnung kleiner Betriebe“ fordert die Vareler Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD). Es müsse ein sicherer Weg gefunden werden, „um schnellstmöglich den Einzelhandel in weiteren Bereichen wieder zu öffnen“.

Möller setze dabei auf die Ministerpräsidenten der Länder, die an diesem Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen einheitlichen Weg zur schrittweisen Lockerung der Beschränkungen finden wollen. Die nationale Akademie „Leopoldina“ habe dazu praktikable Vorschläge unterbreitet.

„Mir blutet das Herz, wenn ich sehe, wie die kleinen Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen in unseren Innenstädten schließen müssen, während größere Ketten das Geschäft übernehmen“, schrieb Möller. Für die Fachgeschäfte in den Fußgängerzonen, die durch die Viruskrise an den Rand ihrer Existenz gedrückt würden, müssten die gleichen Regeln gelten wie für die größeren Filialbetriebe – besonders für Innenstädte im ländlichen Raum.

Allen Gewerbetreibenden sei das Risiko bewusst und man könne auch in kleineren Ladenlokalen die Menschen durch klare Regeln beim Einlass, der Hygiene und durch das Tragen von Schutzmasken und Handschuhen schützen. Es gebe bereits kreative Lösungen und die kommunalen Spitzen könnten „regionalisierte Vorgaben im Sinne eines faireren Wettbewerbs“ ausgestalten. Wenn der Schutz vor dem Virus gewährleistet sei, „müssen wir wirtschaftliches Handeln ermöglichen, um auch Arbeitsplätze nicht zu gefährden“, so Möller. Darüber hinaus müsse geprüft werden, wann private Vermieter ihre Wohnungen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder öffnen dürften.

Insgesamt sei der ländliche Raum stärker betroffen als die Ballungszentren, da die Frequenz in den Innenstädten nicht mit denen der Großstädte zu vergleichen sei. Daher müsse über eine stärkere Abfederung der Folgen nachgedacht werden, damit wirtschaftliche Infrastruktur in der Fläche auch nach der Krise Bestand haben kann.

In der Schule gelte für die Abgeordnete weiterhin, dass größtmöglicher Schutz der Schüler und Lehrer „oberstes Gebot“ sein müsse. Sie fordert „einheitliche Regelungen und Ziele“, um Bildungsungerechtigkeit zu verhindern. Andererseits sollten flexible und regionale Lösungen zugelassen werden, um den Besonderheiten der unterschiedlichen Schulen Rechnung zu tragen.

Schrittweise Öffnung kleiner Betriebe notwendig!
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